Vorteile der Heat2Power-Engine

Stationärer Temperaturverlauf mit hohen Temperatur­differenzen

Die gesamte Heat2Power‑Engine arbeitet mit stabilen, stationären Temperaturverhältnissen – ohne zyklische Erhitzung oder Abkühlung von Bauteilen. Die konsequente Trennung von Hochdruck‑/Heißgasbereich und Niederdruck‑/Kaltgasbereich erzeugt dauerhaft große Temperaturdifferenzen im Prozess.

  • Getrennte Hochdruck- und Niederdruckleitungen Im Gegensatz zu klassischen Stirlingmaschinen durchströmt das Arbeitsgas keine abwechselnd kalten und heißen Leitungen. Alle Strömungswege sind thermisch eindeutig zugeordnet – Mischtemperaturen treten im gesamten Kreislauf nicht auf.
  • Tiefe Temperaturen im Kompressionszylinder Vor Eintritt in die Kompressionszylinder wird das Arbeitsgas in einer Absorptionskältemaschine (AKM) gezielt abgekühlt. Dadurch entstehen Temperaturdifferenzen, die bei klassischen Stirlingmotoren konstruktiv nicht erreichbar sind. Die Temperatur nach der AKM bildet einen stabilen thermodynamischen Fixpunkt; Änderungen an anderer Stelle beeinflussen diesen Wert nicht.
  • Keine Thermoschocks Da keine Bauteile zwischen heiß und kalt pendeln, entstehen keine thermischen Schock­belastungen. Dies erhöht die Lebensdauer der Komponenten und verhindert temperatur­induzierte Materialermüdung.
  • Stabile Prozessführung Die klare thermische Trennung zwischen heißer und kalter Seite sorgt für reproduzierbare Betriebszustände und ermöglicht eine präzise Regelung des gesamten Systems – unabhängig von Lastwechseln oder externen Temperaturschwankungen.

Optimierter apparativer Aufwand

  • Die Heat2Power-Engine ist eine beeindruckend einfache Konstruktion und setzt auf ein klares, modulares Design mit wenigen zentralen Baugruppen.
  • Der apparative Aufwand ist minimal – ohne komplexe Nebenaggregate wie Turbolader, Ventiltrieb oder aufwendige Kühlkreisläufe.
  • Bauteile sind geometrisch einfach, modular aufgebaut und dadurch leicht zu fertigen, zu warten und zu skalieren.
  • Das Hypozykloid‑Getriebeim neuen Fenster öffnen ersetzt die klassische Kurbelwelle und sorgt für eine präzise, verlustarme Bewegung der Kolben.
  • Eine einfache interne Mechanik übernimmt die grundlegenden Steuerfunktionen – robust, wartungsarm und frei von komplizierten Vorrichtungen.
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Die Heat2Power-Engine nutzt ein Hypozykloid-Getriebe, das die klassische Kurbelwelle ersetzt und eine lineare Kolbenführung mit minimalen Seitenkräften ermöglicht.
Dadurch sinken die Reibungsverluste erheblich, und die Kolben­geometrie kann besonders flach ausgeführt werden.
Die interne Mechanik ist bewusst einfach gehalten – ohne komplexe Ventiltriebe oder externe Steuerungs­elemente.
Alle Baugruppen sind modular angeordnet und können unabhängig voneinander dimensioniert oder ausgetauscht werden.
Selbst bei hohen Temperaturen bleibt die Mechanik stabil, da keine aktive Kühlung oder Schmierung erforderlich ist.
Diese konstruktiven Vereinfachungen führen zu einer hohen Zuverlässigkeit und erleichtern die Skalierung bis in den Leistungsbereich von >10 MW.

Vielseitigkeit und Variabilität

  • Die Heat2Power-Engine kann jede geeignete zentrale Wärmequelle nutzen – von industrieller Abwärme über Deponiegas bis hin zu Überschuss­leistung aus erneuerbarer Erzeugung.
  • Die Anlage ist flexibel umrüstbar auf verschiedene Brennstoffarten (z. B. Diesel, Bio-LNG, H2) und damit ideal für maritime sowie industrielle Anwendungen.
  • Die hohe Variabilität macht das System zu einem zentralen Baustein der Energiewende: direkte Rückverstromung von Abwärme, dezentrale Backup-Kraftwerke bei Dunkelflauten sowie Glättung und Rückverstromung von Überschuss­leistung mittels Hochtemperatur-Wärmespeichern.
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Brennstoff- und Quellenneutralität: Die Wärmequelle speist lediglich den heißen Kreislauf; die interne Prozessführung bleibt unverändert.
Speicherintegration: Kopplung mit Hochtemperatur­speichern ermöglicht mittlere Speicherdauern und stabile Dauerlastbereitstellung.
Peripherie-Varianten: Rekuperator und Kühler sind frei skalierbar (Rohrzahl, Länge, Manteldurchmesser), ohne Totvolumen-Limitierung.
Einbauflexibilität: Getrennte Baugruppen erleichtern die Platzierung in Bestandsanlagen, inklusive getrennten Medienwegen und Wartungszonen.

Effiziente Wärmeübertragung

  • Großzügig dimensionierbare Wärmeübertrager Erhitzer und Kühler liegen direkt in den Leitungen des Gaskreislaufs. Ihre Größe ist nicht durch den Zylinderkopf begrenzt, wodurch hohe Wärmeübertragungs­leistungen möglich werden.
  • Gegenstromprinzip statt Wärmeleitung durch massive Wandstärken Externe Gegenstrom­wärmeübertrager ermöglichen kurze Wärmewege und klare Temperaturprofile. Das Gas muss nicht durch dicke Metallwände beheizt oder gekühlt werden, wie es bei klassischen Stirlingmaschinen üblich ist.
  • Stabile Temperaturen durch stationären Betrieb Die stationäre Betriebsweise verhindert thermische Wechsellasten. Die kalte Seite kann durch Nachverdichtung und gezielte Kühlung sogar unter Umgebungs­temperatur liegen, was die nutzbare Temperaturdifferenz weiter erhöht.
  • Geeignet für große Wärmemengen Gegenstromwärmeübertrager können deutlich größere Wärmemengen aufnehmen und abgeben als die wärmeleitenden Strukturen klassischer Stirlingmotoren.
  • Konstante Wärmeübertragungsbedingungen Der quasi‑kontinuierliche Massenstrom im Gaskreislauf vermeidet die zyklischen Strömungs­schwankungen klassischer Stirlingmaschinen. Die Wärme­übertrager arbeiten dadurch ohne Totzeiten stets im optimalen Betriebsfenster.

Thermodynamische Effizienz

  • Modifizierter Stirling-Prozess mit realistischen Zustandsänderungen Die Heat2Power-Engine nutzt keine idealisierten isothermen Prozesse, sondern realistische adiabate und polytrope Zustands­änderungen mit hohen Druckgradienten. Dadurch steigt die Nutzarbeit pro Zyklus deutlich.
  • Volle Ausnutzung des pV-Diagramms Die Prozesszustände werden nahezu vollständig ausgefahren. Die vier Arbeitsphasen überlappen sich kaum, jede Zustandsänderung ist klar abgegrenzt und thermodynamisch sauber definiert.
  • Klares Temperaturprofil ohne Vermischung Die erhitzte bzw. gekühlte Gasmenge entspricht exakt der expandierten bzw. komprimierten Menge. Es entstehen keine Mischtemperaturen wie bei klassischen Stirlingmaschinen.
  • Hoher Kompressionsgrad für mehr Nutzarbeit Der Kompressionsgrad ist nicht durch Kraftstoffeigenschaften limitiert. Die höhere Verdichtung führt zu deutlich mehr Nutzarbeit und einer erheblich gesteigerten Leistungsdichte.
  • Deutlich höhere Leistungsdichte Die Leistungsdichte liegt bis zu Faktor 3 über klassischen Stirlingmaschinen und 10–50 % über Diesel- oder Ottomotoren – bei gleichzeitig stabiler Temperaturführung.
Mathematische Grundlage: Formel und Parameter

Die gewonnene Arbeit W pro Zyklus hängt maßgeblich von Kompressions­verhältnis und Temperaturdifferenz ab.

Zur Einordnung: Für einen idealisierten isothermen Prozess ergibt sich folgende Näherungsformel:

$$W_\text{iso} = n \cdot R \cdot \ln\left(\frac{V_\text{max}}{V_\text{min}}\right) \cdot \left(T_\text{max} - T_\text{min}\right)$$

Dabei steht:
n: Anzahl Mol
R: Gaskonstante
Vmax/Vmin: Kompressionsverhältnis
Tmax – Tmin: Temperaturdifferenz heiß / kalt

➡ Diese Formel zeigt: Jede Erhöhung der Kompressionsrate ln(Vmax/Vmin) oder der Temperaturspanne erhöht die gewonnene Arbeit signifikant.

Die Heat2Power-Engine nutzt jedoch keine strikt isothermen, sondern adiabatische Zustands­änderungen – mit deutlich höherem Druckverhältnis und ohne zyklischen Wärme­austausch. Dadurch wird die theoretisch nutzbare Fläche im pV-Diagramm besser ausgenutzt, und die reale Nutzarbeit übertrifft die Werte klassischer Stirling­maschinen deutlich.

➡ Diese Prozessführung erlaubt höhere Leistungs­dichte und Wirkungsgrade – bei gleichzeitig reduzierten Verlusten und stabiler Temperaturführung.

Vergleich: Leistungssteigerung durch Kompression

Typische Kompressionsverhältnisse:
– Klassischer Stirlingmotor: ca. 2–3
– Ottomotor: ca. 9
– Dieselmotor: ca. 22
Heat2Power-Engine: bis ≥30 → deutlich höhere Leistungsdichte

Beispielhafte Werte für ln(Vmax/Vmin):
ln(30) ≈ 3.40  ln(22) ≈ 3.09  ln(9) ≈ 2.19  ln(3) ≈ 1.09

➡ Mit einem realisierbaren Verhältnis von z. B. 30 erreicht die Heat2Power-Engine eine dreifach höhere Nutzarbeit im Vergleich zu klassischen Stirlingmaschinen. Durch doppeltwirkende Zylinder erhöht sich die Leistungsdichte zusätzlich – Faktor 6 gegenüber einfachwirkenden Maschinen.

Systemtechnische Umsetzung

Bei der Heat2Power-Engine-Technologie erfolgen die Zustandsänderungen (Expansion, Kompression, isochore Erwärmung/Kühlung) jeweils an anderen Orten nacheinander in der Anlage. Sie erfolgen sequenziell und ohne Überlappung oder Vermischung.

Durch Verschliessen der Zylinder und geringe Toträume stimmt die beheizte/kühlbare Gasmenge exakt mit der expandierten/komprimierten Menge überein. Bei klassischen Stirlingmaschinen bleibt dagegen ein Großteil der eingeschlossenen Gasmasse thermisch inaktiv – sie wird zwar komprimiert und expandiert, trägt aber kaum zur Leistung bei, da sich die Expansion/Kompression nutzlos in den Regenerator fortpflanzt.

Eine Kurbelwellenumdrehung führt bei der Heat2Power-Engine bereits zu zwei Arbeitstakten. Ein einziges Zylinderpaar ersetzt daher bei gleicher Zykluszahl einen klassischen V8-Otto-, Diesel- oder Schiffsmotor mit 4–8 Zylindern. ➡ Ergebnis: Deutlich höherer thermodynamischer Wirkungsgrad.

pV theoretisch
Rote Fläche: Nutzarbeit des theoretischen Stirling-Prozesses
pV klassische Stirlingmaschine
Rote Fläche: Nutzarbeit des Stirling-Prozesses bei "klassischen" Maschinen
pV Heat2Power-Engine
Rote Fläche: Nutzarbeit der Heat2Power-Engine

Geringe interne Verluste

  • Großzügige Strömungsquerschnitte Alle Leitungen im Gaskreislauf besitzen ausreichend große Durchmesser. Der klassische Zielkonflikt „geringe Strömungs­widerstände vs. geringer Totraum“ entfällt vollständig.
  • Geringe Spül- und Ladewechselverluste Die klare Trennung der Gasströme und die kurzen Befüll- und Entleerungswege verursachen nur minimale Druck- und Strömungsverluste.
  • Keine Nebenaggregate mit hohem Eigenverbrauch Die Heat2Power‑Engine benötigt keine energieintensiven Neben­aggregate wie Gebläse, Pumpen oder interne Regenerator­einrichtungen. Dadurch bleibt der Eigenenergie­bedarf sehr niedrig.

Reduzierung von Wärmeverlusten:

  • Adiabate Prozessschritte Die Expansion und Kompression erfolgen weitgehend adiabatisch und erzeugen große Temperaturänderungen im Arbeitsgas. Da während dieser Zustandsänderungen keine Wärme über die Zylinderwände ausgetauscht wird, müssen weder Kompressionswärme abgeführt noch Expansionswärme zugeführt werden. Dies reduziert die internen Wärmeverluste erheblich im Vergleich zu Systemen, die auf quasi-isotherme Prozessführung angewiesen sind.
  • Gleiche Wandtemperaturen in beiden Zylinderkammern Da die heißen und kalten Gasströme strikt getrennt geführt werden, besitzen beide Kammern eines Zylinders gleiche Wandtemperaturen. Unerwünschte interne Wärmeflüsse werden dadurch weitgehend vermieden.
  • Thermisch getrennte Gaswege Keine wechselseitige Erhitzung oder Abkühlung durch gemeinsam genutzte Rohrleitungen, das Arbeitsgas führt nicht wie bei der Standardmaschine Wärme nutzlos durch beheizte Leitungen beim Ausschiebe­takt vom Arbeits­zylinder weg. Die klare Trennung von Hochdruck‑/Heißgasbereich und Niederdruck‑/Kaltgasbereich verhindert Mischtemperaturen und minimiert Wärme­leitung zwischen den Prozessbereichen.
  • Isolierbare Baugruppen Alle Baugruppen können gezielt thermisch isoliert werden. Die Einhausung der Anlage ermöglicht zudem, Abstrahlwärme kontrolliert zu nutzen oder zu minimieren.
  • Effiziente Nutzung externer Wärmequellen Abwärme wird nicht unkontrolliert abgeführt, sondern kann über externe Wärme­übertrager oder Speicher gezielt in den Prozess zurückgeführt werden.
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Bei klassischen Maschinen fließt Wärme vom heißen zum kalten Teil des Zylinders, insbesondere wenn der Kolben sich zyklisch zwischen diesen Bereichen bewegt. Bei der Heat2Power-Engine herrscht in beiden Kammern identische Wandtemperatur – dadurch entsteht kein interner Wärmestrom und keine thermische Verschiebung.

Die Wärmeverluste an der Wandoberfläche werden durch geteilte Zylinder (je zwei Kammern pro Block) reduziert. Die Oberfläche pro Kammer ist kleiner als bei einfach­wirkenden Maschinen – dadurch halbieren sich die Verluste durch Wärmeleitung.

Verschleiß

  • Kolben dienen nicht zur Außendichtung – sie arbeiten mit kleinem Spalt zur Zylinderwand.
  • Führung der Kolbenstange erfolgt außerhalb der Zylinderkammern – also außerhalb der heißesten Bereiche.
  • Kaum oder keine Schmierung notwendig – z. B. durch Einsatz von Kunststoff-Gleitlagern.
  • Ölfreier Betrieb der Kompressionszylinder möglich.
  • Äusserst wenig Dichtstellen - und nur ausserhalb der heissesten Bereiche.
  • Kurze Kolben, hohle Kolbenstangen und niedrige Drehzahlen → geringe Massenkräfte.
  • Gaspuffer am Zyklusende und geringe Drehzahl → reduzierte Trägheitskräfte.
  • Lineare Anordnung der Zylinder (Boxermotor) sorgt für Druckspitzen-Ausgleich – Totpunkte kompensieren sich.
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Die Kolben dichten nicht in Richtung Kurbelwellengehäuse ab und benötigen keine klassische Ölführung. Dadurch kann auf Schmiermittel weitgehend verzichtet werden – besonders im kalten Bereich.

Kompressionszylinder lassen sich mit langlebigen Polymerlagern wie Iglidur W300 © ausführen.

Durch geringe Drehzahlen (ca. 200–600 min⁻¹) und kurze, leichte Kolben sind Massenkräfte minimal. Hohle Kolbenstangen senken die bewegte Masse weiter. Am Ende des Arbeitstakts wirkt ein Gaspuffer, der gemeinsam mit der niedrigen Drehzahl die Belastung durch Trägheitskräfte reduziert.

Die lineare „Boxer“-Konfiguration – also gegenüberliegende Zylinderanordnung – sorgt für mechanischen Ausgleich: Druckspitzen treten gleichzeitig auf und heben sich auf. So bleiben Lager und Kolben mechanisch entlastet.

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Adiabatische Expansion (n = κ): steile Druckverlaufskurve mit hoher Druckdifferenz.
Isotherme Expansion (n = 1): flacher Druckverlauf.

pV-Diagramm: Vergleich adiabate und isotherme Expansion
Vergleich adiabate und isotherme Expansion


Geringe Reibungsverluste

  • Es wirken keine Seitenkräfte auf die Kolben – dadurch geringe Reibung und keine Notwendigkeit für Führungsdichtungen.
  • Flache Kolbengeometrie in den doppeltwirkenden Zylindern → nur zwei Kolbenringe pro doppeltwirkendem Zylinderpaar ( = vier Kammern ) erforderlich.
  • Kolbenringe dienen nicht zur Außendichtung – minimaler Spalt & geringer Anpressdruck ausreichend.
  • Gasdichtung konzentriert sich auf Kolbenstangenbereiche – nur dort entstehen relevante Reibungsverluste.
  • Leckageströme entstehen ausschließlich zur Kurbelwellenseite – maximal zwei kleine potenzielle Stellen für vier Kammern.
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Klassische Stirlingmotoren leiden unter geringen Leistungsdichten – auch durch Streckung der ursprünglichen 90°-Anordnung der Kolben, was zu höheren Reibungsverlusten führt. Die Heat2Power-Technologie erreicht dank hoher Kompressions­verhältnisse dieselbe Leistungs­ausbeute mit deutlich kürzerem Hub.

Da Seitenkräfte auf die Kolben vollständig entfallen, können diese flach konstruiert werden – Führungsdichtungen oder Längsabstützungen sind unnötig. Pro doppeltwirkendem Zylinder genügt ein einziger Kolbenring mit geringem Spaltmaß – zur thermischen Trennung, nicht zur Außendichtung.

Die Abdichtung gegen Gasverlust erfolgt ausschließlich im Bereich der Kolbenstange – mit deutlich kleinerem Durchmesser als der Kolben selbst. Dadurch entstehen nur geringe Reibungsverluste auf kleiner Fläche. Zudem treten mögliche Leckagen ausschließlich auf der der Kurbelwelle zugewandten Seite auf – also maximal zwei potenzielle Leckstellen für vier Zylinderkammern.

Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren wird die durch Reibung entstehende Wärme nicht über das Abgas abgeführt – sie bleibt im System und wird größtenteils ans Arbeitsgas übertragen. Dadurch entsteht ein positiver Nebeneffekt: Die Reibungswärme unterstützt indirekt den Heizprozess und erhöht die Effizienz.

Die Reibungsverluste lassen sich drastisch durch den Einsatz einer Hypozykloid-Geradführungim neuen Fenster öffnen reduzieren. Ein klassischer Kurbeltrieb erzeugt drei- bis fünfmal mehr Reibungsverlust als eine Hypozykloid-Geradführung – abhängig von Drehzahl, Schmierung und Baugröße.

Zur Information: Bei Verbrennungsmotoren werden von der gesamten Energie im Kraftstoff nur etwa 27 Prozent als nützliche Arbeit über die Kurbelwelle vom Motor abgegeben. Ungefähr 9 Prozent der Energie gehen durch Reibung im Motor als Wärme verloren.
(https://www.springerprofessional.de/)

Weitere technische Erläuterungen zum Pleuelverhältnis λ anzeigen

Wenn keine Hypozykloid-Geradführungim neuen Fenster öffnen zum Einsatz kommt, sondern eine Kurbelwelle, kann man die Mechanik durch ein grosses Pleuelstangenverhältnis positiv beeinflussen. Das Verhältnis zwischen der Länge der Pleuelstange und dem Hub des Motors (Pleuelstangen­verhältnis, engl.: Rod Ratio) beeinflusst entscheidend die Dynamik des Kolbens, also den Geschwindigkeits­verlauf über die Hublänge.

Ein grosses Kolbenstangenverhältnis führt zu gleichmässigerer Kolbengeschwindigkeit, also zu geringeren Spitzengeschwindigkeiten und -beschleunigungen des Kolbens.

$$\dot{s}(\alpha) \approx \omega \cdot r \cdot \left( \sin(\alpha) + \frac{1}{2\lambda} \cdot \sin(2\alpha) \right)$$

ω = Winkelgeschwindigkeit, ergibt sich aus der Drehzahl über ω = 2π · (n/60).
r = Kurbelradius. 2 x r = Hub des Kolbens
α = Kurbelwinkel (aktuelle Winkelposition der Kurbel)
λ ist das Rod Ratio, das Verhältnis von Pleuellänge zu Kurbelradius: λ = l / r. Ein größeres λ bedeutet, dass die Kolbenbewegung näher an einem idealen Sinusverlauf liegt, was zu ruhigerem Lauf, geringeren Seitenkräften und damit zu weniger Reibung führt.

Vergleich einer 2-Zylinder-Maschine mit anderen Maschinen

2 Umdrehungen

Heat2Power-Engine
(1 heißer +
1 kalter Zylinder)
Hypozykloid-Geradführung
2-Zylinder-
Schiffs­motor
(2-Takt-Diesel)
Stirling-
Standard­maschine
(1 heißer +
1 kalter Zylinder)
2-Zylinder-Otto-
oder Dieselmotor
(4-Takt)
Arbeitstakte 4 2 2 1
Relativer Anpressdruck
Kolbenringe
sehr gering hoch hoch hoch
Anzahl Dicht-/Kolbenringe, Reibstellen 2 grosse (Kolben)
+ 4 kleine (Kolbenstange)
+ 2 Dichtungen
min. 4 grosse (Kolben)
+ 2 Linearführung
+ 2 Kurbelzapfen
+ Ventiltrieb
min. 4 grosse (Kolben)
+ 1 Kurbelzapfen
min. 4 grosse (Kolben)
+ 2 Kurbelzapfen
+ Ventiltrieb
Reibarbeit relativ/Hub 1 2.5 ... 3.5 2.0 ... 3.0 2.0 ... 3.0
Relativer Reibungs­verlust/
Arbeits­takt

Annahmen: DMR Zyl / DMR Kolben­stange
= 2 ... 3
1 ca. 5.0 ... 7.0 ca. 4.0 ... 6.0 ca. 8.0 ... 12.0
Weitere technische Erläuterungen zum Vergleich

Die Heat2Power-Engine arbeitet mit nur zwei Zylindern – einem Expansions- und einem Kompressionszylinder – die jedoch doppeltwirkend ausgelegt sind. Dadurch entstehen vier Arbeitstakte pro zwei Motor-Umdrehungen, während z. B. ein Viertakt-Verbrennungsmotor nur einen Arbeitstakt alle zwei Umdrehungen liefert.

Die Reibungsstellen sind optimiert: Es werden nur zwei große Kolbenringe für ein Zylinderpaar verwendet (statt vier bis sechs), die Abdichtung erfolgt aber an der Kolbenstange – dort mit deutlich kleineren Durchmessern.

Bei Einsatz einer Hypozykloid-Geradführungim neuen Fenster öffnen anstatt einer Kurbelwelle entfallen zudem die Reibstellen der Kreuzkopf-Axialführung.

Fazit: Die Heat2Power-Engine erzeugt mehr thermodynamisch nutzbare Arbeit mit geringerer Reibung – der Reibungsverlust pro Arbeitstakt beträgt nur etwa 10 % bis 25 % im Vergleich zu klassischen Maschinen.

Hohe Effizienz und Energieausbeute:

  • Hoher thermodynamischer Wirkungsgrad durch große Temperaturdifferenz und hohe Verdichtung.
  • Kein zyklisches Aufheizen / Abkühlen von Bauteilen – stabile Temperaturführung reduziert Verluste.
  • Kompressionsverhältnis ist nicht durch Kraftstoffeigenschaften limitiert – Verdichtung erfolgt unabhängig vom Brennstofftyp.
  • Keine Abwärme über das Abgas – Wärme bleibt im System und kann zurückgeführt werden.
  • Reibungswärme, Rückführungswärme und Abstrahlwärme werden sinnvoll verwertet – z. B. zur Brennluftvorwärmung.
  • Wärmerückgewinnungssysteme einfach integrierbar – z. B. durch Einhausung oder Rekuperator.
  • Der theoretische Carnot-Wirkungsgrad wird nahezu erreicht – dank stabiler Prozessführung und großer ΔT.
  • Gesamtwirkungsgrad übertrifft deutlich den aller bekannten „Heat to Power“-Systeme.
Weitere technische Erläuterungen zur Effizienz

Die Heat2Power-Engine erreicht eine besonders hohe Effizienz, da sie viele klassische Verlustquellen eliminiert.
Der thermodynamische Wirkungsgrad nähert sich dem Carnot-Wirkungsgrad an, der durch die Temperaturdifferenz zwischen Heiß- und Kaltseite definiert ist:
η = 1 – Tkalt / Theiß

Beispiel: Bei Theiß = 1100 K und Tkalt = 300 K ergibt sich:
η ≈ 1 – 300 / 1100 ≈ 0.727 → 72.7 %

Da keine zyklischen Temperaturwechsel auftreten, können hochtemperatur­feste Materialien eingesetzt werden – ohne Rissbildung oder Alterung. Rückgeführte Wärme aus Brennerumgebung, Kolbenreibung oder Abstrahlung ist entweder im System gefangen und wird dem Kreislauf wieder zugeführt, oder kann zur Vorwärmung der Brennluft genutzt werden – dadurch sinkt der erforderliche Brenner­energieeinsatz.

➡ Die Gesamtenergieausbeute ist damit deutlich höher als bei Otto-, Diesel- oder klassischen Stirlingmotoren.

Umweltfreundlichkeit:

  • Der hohe Wirkungsgrad der Maschine bedeutet niedrigen Energiebedarf – weniger Brennstoffeinsatz pro kWh.
  • Zentralbrenner mit kontinuierlicher Erwärmung – keine Explosion, keine instabile Flammfront.
  • Einsatz emissionsarmer Brennerkonzepte wie Flammlose Oxidation (FLOX)im neuen Fenster öffnen , Porenbrennerim neuen Fenster öffnen, oder COSTAIR-Brennerim neuen Fenster öffnen -Technologie möglich.
  • Brennstofffreiheit im Arbeitstakt: Energieübertragung durch Wärme, nicht durch Verbrennung im Zylinder.
  • System kann auch mit industrieller Abwärme, Biogas oder EE-Überschussstrom betrieben werden – hohe Brennstoffvielfalt.
  • Ideal für dezentrale Rückverstromung oder Speicherlösungen – etwa mit Hochtemperatur-Wärmespeichern.
Weitere technische Erläuterungen

Die Heat2Power-Engine arbeitet nicht mit explosionsartiger Verbrennung wie bei Dieselmotoren, sondern mit kontinuierlicher Erwärmung über einen zentralen Brenner. Dadurch entstehen keine Flammen­rückschläge, keine Druckspitzen, und die Emissionen sind deutlich reduziert.

Brennersysteme wie FLOX (flameless oxidation), Poren- oder Strahlbrenner können eingebaut werden – sie arbeiten mit besonders niedrigen NOx-Emissionen und ermöglichen niedrigen Schadstoff­ausstoss auch ohne Abgas­nachbehandlung.

Wirtschaftlichkeit und Kosten

  • Investition in hohe Effizienz Die Heat2Power‑Engine ist als hochwertige Industrieanlage ausgelegt. Ihre außergewöhnliche thermodynamische Effizienz erschließt Energie, die in anderen Systemen ungenutzt verloren geht – und schafft einen wirtschaftlichen Nutzen, der den Investitionsaufwand deutlich übersteigt.
  • Niedrige Betriebskosten Der stationäre Betrieb, geringe interne Verluste und der Verzicht auf verschleißintensive Nebenaggregate reduzieren die laufenden Kosten erheblich.
  • Lange Lebensdauer Konstante Wandtemperaturen, keine Thermoschocks und geringe mechanische Belastungen führen zu einer außergewöhnlich langen Lebensdauer der Anlage.
  • Hohe Energieausbeute aus externen Wärmequellen Die Heat2Power‑Engine erreicht ihren höchsten Wirkungsgrad beim Betrieb mit externen Brennern – etwa als Ersatz für Turbinen oder konventionelle Gaskraftwerke. Durch die sehr effiziente Nutzung der zugeführten Wärme sinken die spezifischen Energiekosten deutlich.

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